Donnerstag, 24. August 2017

Donnerstag 24. August

Na, bereitet Ihr Euch innerlich auch schon auf das Ende dieser Reise vor? Ich versuche es noch stark zu verdrängen... dennoch, es rückt näher....

Heute war jedoch ein absoluter Highlight-Tag von dem ich noch lange zehren werde. Wir stehen früh auf und fahren 40 Minuten nach Palau. Es geht mal wieder durch Berge und Täler. Diese sind jedich hier im Norden grüner und lieblicher, die Felsen abgerundeter. Eine schöne Fahrt.

Vor Palau gibt es Stau. Alles will runter zum Hafen. Die sind hier jedoch gut organisiert, es hat viele Parkplätze und ein riesiges Parkhaus, wo auch wir unser Auto hinstellen. Am Hafen reihen sich Buden um Buden und bieten entweder Motorboote zum mieten an, oder Ausflüge per Segelschiff oder Motorboot auf das Inselparadies rund um La Maddalena.

Bei den ersten Buden ist bereits alles alles ausverkauft, wir suchen weiter. Dann ja, man fährt gleich los, 5 Inseln 3 Stops, Lunch an Bord... wir schlagen zu, und es bleibt uns gleich die Spucke weg... 110 Euro pro Person....schluck, ist egal, die Wave sieht elegant, sauber und sympathisch aus...und es ist auch nicht so überfüllt, wie so manch anderer Kahn.....und man lebt nur einmal...

Kaum auf dem Schiff, wird such gleich der Motor gestartet. Giovanni der Skipper und seine Letti, manövrieren uns aus dem Hafen. Wir bleiben vorläufig hinten im Schatten sitzen... man ist ja vorsichtig.

Wir fahren gleich zum "Swimmingpool" , wo wir ca. 2-3 Stunden ankern. Ein herrliches Fleckerl Erde oder eben türkisblaues Wasser mit Felsen, welches zum Schnorcheln einlädt. Ich bin den auch die erste im Wasser und sehe auch gleich einen Oktopus, eine einzige kleine Qualle, die bei einem kleinen spanischen Mädchen unserer Gruppe noch für ein kurzes Drama führen soll, Seegurken, eine Seidenmuschel, kleine und mittelgrosse Fische und meine eine kleine Languste unter einem Stein hervor blinzeln zu sehen. Da unten vergesse ich völlig Zeit und Raum... wie fliegen und träumen auf einmal...herrlich!

Meine Schnorchelmaske leih ich dann dem Michael aus, der seine nicht mitschleppen wollte. Ihm ist das Wasser aber nicht ganz so geheuer wie mir und er bleibt meist recht nah beim Boot.

Dann gibt es einen ersten Aperitif: Vermentino, Oliven und Chips...später einen zweiten mit Tunfisch-Seviche, Peccorino und Pan Carasau. Danach ein Teller Tomatenspaghetti und schliesslich noch Biscotti und Kaffee...

Rund um uns herum sind die tollsten Jachten, Katamarane. kleine und größere Segel-und Motorboote... und dennoch ist es friedlich. Die Skipper kennen sich, besuchen sich gegenseitig mit ihre Dingis und halten ein Schwätzchen,

Wir auch, oder besser gesagt ich auch. Auf unserem Boot hat es ein junges Pärchen aus Sydney auf sechswöchiger Honeymoon. Sardinien, Sizilien, Libanon, Dubai sind einige ihrer Destinationen...dann hat es noch zwei junge Deutsch Damen aus Hamburg. Eine davon ist ursprünglich aus Duisburg und ist Lehrerin, die andere schreibt grade ihre Doktorarbeit in Pharmazie...oder so. Dann hat es noch eine spanische und eine italienische Familie.

Die Qualle hatte das spanische Mädchen nur gestreift und nach ein bisschen Salbe und viel Aufmerksamkeit sprang sie dann doch auch gleich wieder ins Wasser und konnte gar nicht genug kriegen.

Dann fahren wir noch zu zwei kleinen Stränden, wo wir aber nur kurz ankern. Michael und ich bleiben jedoch an Bord und lassen uns nicht , wie die anderen. -an Land bringen. Beach hatten wir schon genug. Ich schnorchel lieber noch etwas.

Dann gibts noch Wassermelone und ein weisser Mirto zum Abschluss. Es geht zurück vorbei an San Raffaelo, der Bonzenküste, wo die  Illy Familie  und einst das englische Königshaus sich tummelten, jetzt aber deren Villa von einem Russischen Oligarchen bewohnt wird.

In Palau angekommen verabschieden wir uns von unseren Schnorchelgefährten und fahren zurück nach Vignola Mare. Dort essen wir noch einmal im Petri Marini Restaurant

ich: Insalata Buffala-Pomodoro und Spaghetti mit Muscheln, Meeräscheroggen ( eine Sardische Spezialität) und Kirschtomaten
Michael: Prosciutto auf Pan Carasau, Gnocchi Sardi mit Tomatensauce und Schweinebolognese

Zum Dessert gibt es nochmals ein Eis aus der Bar.

Glücklich und müde von den wunderschönen Eindrücken und Erlebnissen sinken wir ins Bett

Gute Nacht! ... Noch zwei Tage....