Montag, 21. August 2017

Sonntag,  20. August

Wir verlassen den Süden, und fahren gegen Norden. Wir nehmen die Schnellstrasse, welche erst einen riesen Bogen gegen Osten nimmt. Sicher wäre die Strasse an der Küste schöner gewesen, jedoch  wäre das wieder so eine anstrengende Kurverei geworden.

Gegen Oristano wird das Land sehr flach, grün aber auch gelbe vertrocknete Weizenfelder mit runden Strohballen säumen unseren Weg auf die Sinis Halbinsel oberhalb Oristanos. Unser neues Agriturismo La Luce del Sinis erreichen wir über einen Schotterweg, stehen aber weil wir so früh da sind vor geschlossenen Toren.

Wir fahren erst mal tanken und suchen uns eine Bar. Fündig werden wir in San Salvatore, einer kleinen Pilgerstadt, welche eigentlich ausgestorben ist, in den 60ern jedoch als Filmkulisse für Spaghetti-Western herhalten musste. Am Rande hat es eine Rocker-Biker-Bar mit etwas ruppig-rauer Bedienung. Das Sardische Bier und die Linguine alle Vongole sind jedoch hervorragend. Mir gefällts.
























Danach fahren wir erst nochmals nach Süden nach Tharros zu den überbleibseln einer antiken Stadt. Es hat jedoch so viele Strandgänger, das kein Parkplatz zu finden ist. Wir verschieben den Besuch auf einen anderen Tag.

Wieder zurück beim Agriturismo stehen wir erneut vor verschlossenen Toren , wir sind von der Fahrerei, der Hitze und dem vergeblichen Versuch, das beste aus der Situation zu machen, etwas genervt. Dann kommen andere Gäste vom Strand zurück und öffnen uns das Tor. Vier Hunde liegen friedlich auf dem Parkplatz. Sie sind etwas ungepflegt. Einer humpelt, der Arme.

Eine Stunde sitzen wir im Innenhof bis uns endlich einer den Zimmerschlüssel überreicht.

Viel erklärt wird nicht, nur dass das Frühstück um 8.30 und das Abendessen auch um 8.30 ist. Eigentlich wollte ich erst in den Pool, aber die Müdigkeit zwingt uns zu einem Nickerchen.

Das Abendessen wird hier an einem gemeinsamen Tisch und eng gestuhlt eingenommen, obwohl heute nur eine Familie aus Mailand und ein Paar, er Sarde, sie Römerin, mit uns speisen. Es ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber irgendwie auch lustig.

Menu

Salami, mit Paniermehl gebackene Auberginen, Pan Carasau, Peccorino Sardo
xxx
Ravioli con sugo die Pomodoro e Pancetta
xxx
Salsicia con insalata Pomodoro und zarte Hühnerbrust
xxx
🍉

Mirto

Die Nacht war unruhiger als die Gegend vermuten lässt. Die Hunde bellen immer wieder wegen irgendwas. In der Klimaanlage kricht, knabbert, kratzt ein Viech, was Michael dazu veranlasst, lange bei Licht davor zustehen und mit der Fernbedienung rumzuspielen, so kann ich das Geräusch schon gar nicht in meine wirren träume einbauen...




















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