Heute entscheiden wir uns für kurze Fahrtwege und Kultur. Nicht weit von unserem Agriturismo entfernt liegt die Insel Sant'Antioco, welche über einen 3km langen Damm erreicht werden kann.
Auf dem Damm hat es eine Tankstelle und Michael, der hier keinen leeren Tank mag, hält an. Doch soweit kommt es wieder einmal nicht. Bereits zum dritten Mal wird uns gesagt dass man kein Benzina mehr hat, hier auch kein Diesel mehr...bei der nächsten kriegen wir dann doch noch welches und erst noch billiger und werden freundlicher bedient. Ich bin mir noch immer nicht sicher, ob die an dem heissen Tag nicht einfach blau machen wollten.
Wir fahren an der hübschen Uferpromenade vorbei und zum Museo Archeologico und Trophet. Das Museum ist sehr Modern ind zeigt Überreste der hier ansässigen Kulturen: den phönizisch-punischen, den Sulki, den Römern und auch die Einflüsse anderer Kulturen: den Ägyptern, Kartagern, den Griechen etc. ist auch spürbar.
Erst besuchen wir das Tophet: Hier wurden die todgeborenen Kinder und Kinder welche das 2. Lebensalter nicht erreichten verbrannt und in Tongefässen, oft zusammen mit geopferten Tierkadavern, beerdigt. Wobei beerdigt ist der falsche Ausdruck, denn die Tongefässe wurden nur mit Erde aufgefüllt, einem Deckel zugedeckt und auf den Felsen des Tophethügels hingestellt. Eigentlich ein trauriger Ort.
Danach laufen wir hinauf in die Stadt. Dort besuchen wir die unterirdischen Nekropoli, einer Katakomben-artigen Kammer-Gewirr, das erst als Wohnstätte der Punier, schliesslich als Grabkammern der Römer und später der Christen dienten. Anschliessend folgten wir unserer Führerin ächzend den Steilen Berg hinan - Mann, hatte die ein Tempo drauf - zum Fort Sabaudo, wo man einen herrlichen Blick aufs Meer und die Stadt hatte. Schliesslich endete die Tour im Museo Etnografico, welches eine Sammlung an landwirschaftlichen und häuslichen Gegenständen austellten.
Ich war mal wieder erstaunt wieviel ich von dem italienischen Geplapper von der Museumsführerin verstand.
Um mein gesprochenes Italienisch steht es allerdings soso-lala, mir fehlt eindeutig die Übung. Der Worte kenn ich viele, aber diese zur rechten Zeit in meinem Hirn zu finden...ist eine andere Sache.
Ach ja, fast hätte ich den Heuler des Tages vergessen; Mitten in unserer Führung durch die Höhlen verlor Michael erst die eine, dann auf dem Fort die andere Schuhsohle. Was hab ich gelacht.
Gottseidank war das Agriturismo nicht weit entfernt, hier Schuhe in Grösse 46 zu finden, wäre sicher. nicht einfach. Danach kehrten wir nach Sant' Antioco zurück und teilten uns in einer Bistro-Bar an der Uferpromenade eine Pizza und einen Salat, dazu gabs ein Bierchen und ein Glas kühlen Vermentino, man gönnt sich ja sonst nichts.
Übrigens die Bilder unserer Erlebnisse sind alle auf Facebook in meinem Profil.
Nach dem Mittagessen gibt es noch ein Eis und ein Spaziergang an der Uferpromenade, bevor wir zur Kirche hinauffahren, um dem heiligen Antioco einen Besuch abzustatten.
Wir fahren zurück nach tratalias und wollen auch dort das Museumsdorf anschauen, aber das öffnet erst wieder um 8 uhr abends, zu spät für uns.
Erst um 21 Uhr zu essen ist echt ätzend, wir lassen vieles nicht fertig gegessen zurückgehen, weil es uns nur schwer im Magen liegen würde und unseren Schlaf beeinträchtigen würde.
Vor dem Essen versammeln sich den auch alle Gäste vor dem Esstrackt und tauscht sich aus. Die Kinder stöhnen, sie hätten Hunger und wann es den endlich losgeht. Wir sind eindeutig die Exoten hier, die einzigen Nichtitaliener. Wie es scheint haben noch nicht viele Nordlichter das Reisen mit Agriturismo für sich entdeckt.
Menu:
Salami, Käse, mit Kräuterpaniermehl gefüllte und gebackene gelbe Peperoni, geröstetes Brot
xxx
Fregole mit Gemüse und Hackfleisch
xxx
Enten Ragu mit Knochen - Salat
xxx
Eis


































































































































Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen