Freitag 18. August
Ein Tag am Stand
Wir fahren heute etwas weiter südlich an einen Strand, wo man Liegen ausleihen kann.
Eine schöne Bucht mit feinem Sand und einer kleinen Felsinsel mitten drin. Es geht zu und her wie in einem Wimmelbuch. Schirme in aller Couleur, Taschen, und Kühlkisten, kleine Stühle aus Plastik und mit robustem Tuch bespannten Liegen und Stühlen, Kleine Karren und zusammenklappbare Wägelchen mit dicken Reifen sind der letzte Schrei.
Es duftet nach Sonnenöl und creme, nach Meer und Salz. Dicke, muskelbrpackte, baucheinziehende, mit wogendem Busen und dicken Beinen, Bikinischönheiten, in luftige Kleidchen verpackte Körper , nicht viele sehr dicke Menschen aber doch das eine oder andere Exemplar, verliebte Pärchen, Grossfamilien, Mütter mit Muttersöhnchen, Alles liegt kreuz und quer am Strand.
Eine offensichtlich Magersüchtige gibt mir das Grausen, gerne würd ich ihr etwas von meinem überflüssigen Speck abtreten, aber lieber bin ich so wie ich bin, als so dürr und klapprig wie diese Kreatur. Keine noch so dicke Frau trägt einen Badeanzug, alle Bikini. Bin also wieder einmal eine Exotin. Vielleicht sollte ich hier mal nach einem Bikini Ausschau halten, in der Schweiz wurde ich nicht fündig.
Obwohl die meisten sich in dem spärlichen Schatten ihrer Schirme horten, gibt es doch auch ganz unverzagte, die in der prallen Sonne liegen. Undenkbar für mich.
Zur Mittagszeit hohl ich an der Bar vorne zwei Panini mit Pomodoro, Prosciutto und Formaggio di Pecora, das sie uns wärmen. Ich blöde, hab auf Schuhe verzichtet und verbrenn mir fast die Füsse im heissen Sand.
Rundherum wird entweder zusammengepackt oder die Kühltaschen ausgepackt.
Dann wird es für ein halbes Stündchen erstaunlich still, auch Michael döst. Mir will es nicht richtig gelingen. Die Sonne kriecht immer wieder über den Sonnenschirm und ich von ihm weg- Zeit den Schirm umzusetzen.
So langsam wachen alle wieder auf und das unaufhörliche Geplapper geht wieder los...die Leute kehren ins Wasser zurück, Kinder spielen Ball, noch sehe ich keine Sandburg. Ein Jetski rast über das Wasser und macht Krach. Fertig mit der ruhigen Siesta.
Auch die Schwarzafrikaner tragen ihre Ware von links nach rechts und wieder von rechts nach links, um sie an den Mann, beziehungsweise an die Frau zu bringen.
Ein sanftes Windchen lässt es hier gut aushalten und streicht zart über die Haut und schon kommen neue Strandgänger und rammen, schrauben und buddeln ihre Sonnenschirme in den Sand.
Auf dem Nachhauseweg füllen wir noch unsere Wasservorräte auf und schauen was es so im Supermercato hat, was es bei uns nicht gibt....
Nach einer Dusche, dem Auswaschen unserer Badeklamotten gibts ein Nickerchen vor dem späten Abendessen: Menu des Tages
Pancetta, mit Käse überbackene Auberginen, Insalata Caprese ( hier mit Oregano)
xxx
sehr feine hausgemachte Ravioli mit Zitronen Riccotta an Salbeibutter
xxx
Knuspriges Hühnchen mit Salat und labrigen Pommes (das bekommen die Italiener einfach nicht hin)
xxx
Melonen, Kaffee und Mirto
mal wieder etwas tüdelig vom Wein und vollgefressen geht es ins Bett





























Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen